Antworten / Financial Due Diligence

Was unterscheidet eine Financial Due Diligence von einer Abschlussprüfung?

Eine Kernfrage aus dem Bereich Financial Due Diligence — sie kommt in Analyst- und Associate-Gesprächen bei Banken, Beratungen und Prüfungsgesellschaften regelmäßig vor.

DIE KURZE ANTWORT

Die Abschlussprüfung ist vergangenheitsorientiert und urteilt darüber, ob der Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt; sie ist gesetzlich geregelt und endet in einem Bestätigungsvermerk. Die Financial Due Diligence ist auftragsbezogen, zukunftsgerichtet und dient der Investitionsentscheidung: Sie fragt nach der Belastbarkeit des Ergebnisses, nach Cashflow, Working-Capital-Bedarf und Nettoverschuldung sowie nach den Annahmen des Businessplans. Es gibt kein Prüfungsurteil, keine gesetzliche Prüfungspflicht und keinen festen Umfang — der Scope wird mit dem Auftraggeber definiert.

WORAUF INTERVIEWER ACHTEN

  • Prüfung urteilt über die Vergangenheit, DD unterstützt eine Entscheidung
  • Kein Prüfungsurteil, kein gesetzlich fixierter Umfang
  • Fokus auf Ergebnisqualität, Cashflow, Working Capital, Nettoverschuldung
  • Scope wird mit dem Auftraggeber vereinbart

TYPISCHE FEHLER

  • Beschreibt die DD als verkürzte Abschlussprüfung
  • Erwartet ein Testat als Ergebnis
  • Nennt keine inhaltlichen Schwerpunkte

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