Antworten / Wirtschaftsprüfung

Wie ist das Prüfungsrisikomodell aufgebaut?

Eine Kernfrage aus dem Bereich Wirtschaftsprüfung — sie kommt in Analyst- und Associate-Gesprächen bei Banken, Beratungen und Prüfungsgesellschaften regelmäßig vor.

DIE KURZE ANTWORT

Das Prüfungsrisiko ist das Risiko, ein unzutreffendes Prüfungsurteil abzugeben. Es setzt sich multiplikativ aus dem Risiko wesentlicher falscher Darstellungen und dem Entdeckungsrisiko zusammen. Ersteres zerfällt in das inhärente Risiko, also die Fehleranfälligkeit eines Sachverhalts vor Kontrollen, und das Kontrollrisiko, dass das interne Kontrollsystem einen Fehler nicht verhindert oder aufdeckt. Inhärentes und Kontrollrisiko liegen beim Mandanten und werden beurteilt, nicht gesteuert. Steuerbar ist allein das Entdeckungsrisiko über Art, Zeitpunkt und Umfang der Prüfungshandlungen.

WORAUF INTERVIEWER ACHTEN

  • Prüfungsrisiko aus Fehlerrisiko und Entdeckungsrisiko
  • Fehlerrisiko zerfällt in inhärentes und Kontrollrisiko
  • Mandantenrisiken werden beurteilt, nicht gesteuert
  • Steuerung nur über Art, Zeitpunkt und Umfang der Handlungen

TYPISCHE FEHLER

  • Hält das inhärente Risiko für beeinflussbar
  • Verwechselt Kontroll- und Entdeckungsrisiko
  • Kennt den multiplikativen Zusammenhang nicht

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