Wie sichert ein Unternehmen Währungsrisiken ab?
Eine Kernfrage aus dem Bereich Treasury — sie kommt in Analyst- und Associate-Gesprächen bei Banken, Beratungen und Prüfungsgesellschaften regelmäßig vor.
DIE KURZE ANTWORT
Zuerst wird die Risikoart bestimmt: Transaktionsrisiko aus konkreten Zahlungsströmen, Translationsrisiko aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse, ökonomisches Risiko aus der Wettbewerbsposition. Abgesichert wird vor allem das Transaktionsrisiko, zunächst intern über Netting gegenläufiger Positionen und die Fakturierung in eigener Währung, dann extern über Devisentermingeschäfte, Swaps oder Optionen. Termingeschäfte sind günstig und starr, Optionen kosten Prämie und erhalten die Chance. Die Sicherungsquote und der Horizont gehören in eine schriftliche Richtlinie, nicht in Einzelfallentscheidungen.
WORAUF INTERVIEWER ACHTEN
- ✓Transaktions-, Translations- und ökonomisches Risiko unterscheiden
- ✓Zuerst interne Maßnahmen: Netting und Fakturierungswährung
- ✓Extern: Termingeschäfte, Swaps, Optionen
- ✓Sicherungsquote und Horizont in einer Richtlinie festlegen
TYPISCHE FEHLER
- ✗Springt sofort zu Derivaten ohne interne Maßnahmen
- ✗Unterscheidet die Risikoarten nicht
- ✗Kennt den Unterschied zwischen Termingeschäft und Option nicht
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