Antworten / Private Equity

Wie berechnet man IRR und MOIC, und wo liegt der Unterschied?

Eine Kernfrage aus dem Bereich Private Equity — sie kommt in Analyst- und Associate-Gesprächen bei Banken, Beratungen und Prüfungsgesellschaften regelmäßig vor.

DIE KURZE ANTWORT

Der MOIC ist der Rückfluss geteilt durch das eingesetzte Kapital, also ein reiner Vervielfacher ohne Zeitbezug. Der IRR ist der Zinssatz, bei dem der Kapitalwert aller Zahlungsströme null wird, und berücksichtigt damit den Zeitpunkt jeder Zahlung. Beide gehören zusammen: Ein Verdreifacher in drei Jahren ergibt rund vierundvierzig Prozent IRR, derselbe Verdreifacher in sieben Jahren nur noch etwa siebzehn. Umgekehrt lässt sich ein hoher IRR über eine frühe Rekapitalisierung erzeugen, ohne dass absolut viel Geld verdient wurde.

WORAUF INTERVIEWER ACHTEN

  • MOIC als Vervielfacher ohne Zeitbezug
  • IRR als zeitgewichtete Rendite, Kapitalwert gleich null
  • Beide Kennzahlen nur gemeinsam aussagekräftig
  • Früher Mittelrückfluss hebt den IRR ohne höheren MOIC

TYPISCHE FEHLER

  • Nennt nur eine der beiden Kennzahlen
  • Kennt die Faustformeln für gängige Halteperioden nicht
  • Übersieht, wie eine Rekapitalisierung den IRR verzerrt

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