Erkläre mir einen Leveraged Buyout.
Eine Kernfrage aus dem Bereich Private Equity — sie kommt in Analyst- und Associate-Gesprächen bei Banken, Beratungen und Prüfungsgesellschaften regelmäßig vor.
DIE KURZE ANTWORT
Ein Finanzinvestor erwirbt ein Unternehmen überwiegend mit Fremdkapital, das auf dem Zielunternehmen selbst lastet und aus dessen Cashflow bedient wird. Typisch sind heute vierzig bis sechzig Prozent Eigenkapital. Über die Haltedauer von vier bis sechs Jahren wird Verschuldung getilgt, das Ergebnis gesteigert und am Ende verkauft. Die Rendite speist sich aus drei Quellen: Schuldentilgung, operative Ergebnisverbesserung und ein höherer Ausstiegsmultiplikator. Der letzte Punkt ist der unsicherste, weshalb seriöse Investmentthesen ihn nicht einplanen.
WORAUF INTERVIEWER ACHTEN
- ✓Kauf überwiegend fremdfinanziert, Schulden lasten auf dem Ziel
- ✓Bedienung aus dem operativen Cashflow des Unternehmens
- ✓Renditequellen: Tilgung, Ergebnisverbesserung, Multiplikatorausweitung
- ✓Haltedauer typischerweise vier bis sechs Jahre
TYPISCHE FEHLER
- ✗Verortet die Schulden beim Erwerber statt beim Zielunternehmen
- ✗Baut die Rendite auf einer Multiplikatorausweitung auf
- ✗Kennt keine realistische Eigenkapitalquote
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