Antworten / Private Equity

Wie rechnet man einen Paper LBO im Kopf?

Eine anspruchsvolle Frage aus dem Bereich Private Equity — typisch für spätere Runden und fallbasierte Gespräche bei Investmentbanken, Private-Equity-Häusern und in Transaction Services.

DIE KURZE ANTWORT

In fünf Schritten. Erstens der Kaufpreis: EBITDA mal Einstiegsmultiplikator. Zweitens die Finanzierung: Fremdkapital als Vielfaches des EBITDA, der Rest ist Eigenkapital. Drittens der freie Cashflow je Jahr: EBITDA minus Zinsen, Steuern, Investitionen und Working-Capital-Veränderung. Viertens die Schuldenentwicklung: kumulierter Cashflow tilgt die Verbindlichkeiten. Fünftens der Ausstieg: EBITDA im letzten Jahr mal Ausstiegsmultiplikator minus Restschulden ergibt den Eigenkapitalrückfluss, geteilt durch den Einsatz den MOIC. Konservativ setzt man Ein- und Ausstiegsmultiplikator gleich.

WORAUF INTERVIEWER ACHTEN

  • Kaufpreis, Finanzierungsstruktur, Cashflow, Tilgung, Ausstieg
  • Freier Cashflow nach Zinsen, Steuern, Investitionen, Working Capital
  • Eigenkapitalrückfluss gleich Ausstiegswert minus Restschulden
  • Gleicher Ein- und Ausstiegsmultiplikator als konservative Annahme

TYPISCHE FEHLER

  • Vergisst die Zinsen im Cashflow
  • Tilgt nicht und rechnet mit der Ausgangsverschuldung
  • Unterstellt einen höheren Ausstiegsmultiplikator ohne Begründung

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