Was ist der Unterschied zwischen Enterprise Value und Equity Value?
Eine Kernfrage aus dem Bereich Bewertung — sie kommt in Analyst- und Associate-Gesprächen bei Banken, Beratungen und Prüfungsgesellschaften regelmäßig vor.
DIE KURZE ANTWORT
Der Enterprise Value ist der Wert des operativen Geschäfts unabhängig von der Finanzierung — er gehört allen Kapitalgebern, Eigen- wie Fremdkapital. Der Equity Value ist der Anteil, der nach Bedienung der Fremdkapitalgeber bei den Eigentümern verbleibt. Die Brücke führt vom Enterprise Value über den Abzug der Finanzverbindlichkeiten und die Addition liquider Mittel zum Equity Value, ergänzt um Minderheiten, Pensionsrückstellungen, Beteiligungen und andere schuldenähnliche Posten. Wichtig für Multiples: EBIT und EBITDA sind Enterprise-Value-Größen, der Jahresüberschuss eine Equity-Value-Größe.
WORAUF INTERVIEWER ACHTEN
- ✓Enterprise Value gehört allen Kapitalgebern
- ✓Equity Value verbleibt nach Fremdkapital bei den Eigentümern
- ✓Brücke über Nettoverschuldung und schuldenähnliche Posten
- ✓Multiples müssen zur jeweiligen Bezugsgröße passen
TYPISCHE FEHLER
- ✗Bildet ein KGV auf Enterprise-Value-Basis
- ✗Vergisst Minderheiten und Pensionen in der Brücke
- ✗Setzt Nettoverschuldung mit Bankschulden gleich
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