Was ist der Terminal Value und wie ermittelt man ihn?
Eine Kernfrage aus dem Bereich Bewertung — sie kommt in Analyst- und Associate-Gesprächen bei Banken, Beratungen und Prüfungsgesellschaften regelmäßig vor.
DIE KURZE ANTWORT
Der Terminal Value bildet alle Cashflows nach dem Detailplanungszeitraum ab. Zwei Methoden sind üblich: das Gordon-Growth-Modell, bei dem der letzte nachhaltige Cashflow durch die Differenz aus Kapitalkosten und ewiger Wachstumsrate geteilt wird, und der Exit-Multiple-Ansatz, bei dem ein Marktmultiplikator auf das letzte Planjahr angewendet wird. Die Wachstumsrate darf langfristig nicht über dem Wachstum der Gesamtwirtschaft liegen, üblich sind ein bis zwei Prozent. Da der Terminal Value oft zwei Drittel des Werts ausmacht, gehört eine Sensitivität zwingend dazu.
WORAUF INTERVIEWER ACHTEN
- ✓Bildet alle Cashflows nach dem Detailzeitraum ab
- ✓Gordon Growth oder Exit Multiple
- ✓Wachstumsrate unterhalb des gesamtwirtschaftlichen Wachstums
- ✓Dominanter Wertanteil, daher Sensitivitätsanalyse
TYPISCHE FEHLER
- ✗Setzt eine Wachstumsrate nahe den Kapitalkosten an
- ✗Nutzt ein nicht nachhaltiges letztes Planjahr
- ✗Verzichtet auf eine Plausibilisierung über die zweite Methode
Die Musterantwort kennst du jetzt. Wie klingt deine?
Im Gespräch hast du diese Seite nicht. Da lieferst du deine eigene Version auf die Uhr. Übe diese und über 1.000 weitere Fragen mit Bewertung jeder einzelnen Antwort.
VERWANDTE FRAGEN