Was steht in einem Sanierungsgutachten nach IDW S6?
Eine anspruchsvolle Frage aus dem Bereich Restrukturierung — typisch für spätere Runden und fallbasierte Gespräche bei Investmentbanken, Private-Equity-Häusern und in Transaction Services.
DIE KURZE ANTWORT
IDW S6 beschreibt die Mindestanforderungen an Sanierungskonzepte. Kern sind das Leitbild des sanierten Unternehmens, die Analyse von Krisenstadium und Krisenursachen sowie eine integrierte Planung aus Ergebnis, Bilanz und Liquidität. Das Konzept muss die Aussage tragen, dass Fortführungsfähigkeit im Prognosezeitraum und Wettbewerbsfähigkeit am Ende der Sanierung wiedererlangt werden. Die Krisenstadien reichen von der Stakeholder- über die Strategie-, Produkt- und Absatz-, Erfolgs- und Liquiditätskrise bis zur Insolvenzreife — je später das Stadium, desto härter die erforderlichen Maßnahmen.
WORAUF INTERVIEWER ACHTEN
- ✓Leitbild des sanierten Unternehmens als Zielbild
- ✓Krisenstadien und Krisenursachen analysieren
- ✓Integrierte Planung: Ergebnis, Bilanz, Liquidität
- ✓Aussage zu Fortführungs- und Wettbewerbsfähigkeit
TYPISCHE FEHLER
- ✗Reduziert das Gutachten auf eine Finanzplanung
- ✗Kennt die Krisenstadien nicht
- ✗Verwechselt IDW S6 mit IDW S1
Die Musterantwort kennst du jetzt. Wie klingt deine?
Im Gespräch hast du diese Seite nicht. Da lieferst du deine eigene Version auf die Uhr. Übe diese und über 1.000 weitere Fragen mit Bewertung jeder einzelnen Antwort.
VERWANDTE FRAGEN
- Wann liegt Zahlungsunfähigkeit nach § 17 InsO vor?
- Wie prüft man Überschuldung nach § 19 InsO?
- Welche Insolvenzantragspflichten hat ein Geschäftsführer?
- Was ist das StaRUG-Verfahren und wann kommt es infrage?
- Was ist ein Schutzschirmverfahren nach § 270d InsO?
- Was ist ein 13-Wochen-Liquiditätsplan und wofür wird er gebraucht?